Boreilliose beim Tier

Borelliosediagnostik im nativen Blut im Dunkelfeldmikroskop

Die Lymeborelliose ist eine multisystemische Infektion , die durch Zecken auf Tiere übertragen wird. Die Zecken infizieren sich an Waldmäusen. An der Eintrittsstelle – Zeckenstich – vermehren sich die Borellien und besiedeln alle Organe im Organismus.

In schlecht durchbluteten Geweben oder durch Ausbildung zellwandfreier Formen (CWD) können sie der antibiotischen Therapie widerstehen und durch rezidivierende Infektionen kommt es zu Spätschäden.
Die Borelliose bietet klinisch ein vielgestaltiges Bild. Klassisch treten im Frühstadium : Hautrötung (bei Tieren wegen der Pigmentierung häufig nicht zu sehen) Fieber, Inappetenz, allgemeine Abgeschlagenheit, wechselnde Lahmheiten auf. In späteren Stadien manifestiert sie sich in Gelenksentzündungen – Lahmheiten – ,Abmagerung trotz gutem Appetit, chronische Hautentzündungen, Lähmungen, Nachhandschwächen.

Eine sichere Diagnose kann durch den Erregernachweis in einer Hautbiopsie oder im Blut geführt werden. Serologische Titerverlaufsuntersuchungen können einen Hinweis auf eine akute oder chronische Infektion geben.

Die Untersuchung des nativen Bluts im Dunkelfeldmikroskop zeigt typische Phänomene, die durch die Abwehrreaktion des Organismus im Blut sichtbar werden. Dabei kommt es zu typischer Ausbildung von Fibrinfasern, die als Filite (Filitnester) bezeichnet werden, und pathognomonisch für die Auseinandersetzung des Organismus mit den Borellien sind.
Diese helfen differentialdiagnostisch sofort in der Praxis Entscheidungen ohne Wartezeiten (Labor) zu treffen. Es kann keine Aussage zum Borellientyp getroffen werden. Eine Beurteilung des Infektionsstadiums ist mit Einschränkung nach der Intensität der Ausbildung der „Filitnester“ nur in Verbindung mit den klinischen Befunden möglich.

Die Therapie der Borelliose ist, wenn die Tiere noch regulieren können, mit isopathischen Arzneien gut möglich. Dafür wurde ein Therapieprotokoll erarbeitet, das abgeleitet von Therapieempfehlungen des Dr.Werthmann für die tierärztliche Behandlung modifiziert wurde. Eine Umstimmung des inneren Milieus erfolgt durch Zufütterung basischer Stoffe und Fütterungsregulierung (eiweißfrei bis –arm). Zum Einsatz kommen isopathische industrielle Fertigarzneimittel wie Vetokehl NOT D5 inj. und Tropfen oral, Vetokehl SUB D4 inj. zur Immunstimulation, Sanukehl Brucel D 5 Tropfen, Mukokehl D5 Tropfen und Nigersan D5 Tropfen. Diese Arzneien werden nach einem definierten Therapieplan den Tieren verabreicht.

Diese Therapie ist antibiotika- und nebenwirkungsfrei gut wirksam.

Die Bilder zeigen die typischen Filitnester im Blutdunkelfeld und die klinische Hautenzündung bei einer Katze und einem Hund.

Erläuterung zu den Bildern

links oben Katze mit Hautveränderungen in Form einer Wanderröte
links unten typische Filitnest im Vitalblut
mitte Hund mit Hautveränderungen in Form einer Wanderröte
rechts oben typische Filitnest im Vitalblut
rechts unten typische Filitnest im Vitalblut